Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre. Von der Frucht ins Glas – so entsteht Hiffenmark.

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Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre. Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Maintal Konfitüren und enthält Werbung.

Hagebutten Verarbeitung zu Hiffenmark. Die Früchte werden gespalten.

In der Maintal Manufaktur

Maintal Konfitüren – seit 1886 in Haßfurt

Seit einigen Jahren arbeite ich inzwischen mit Maintal zusammen, der ältesten Konfitüren-Manufaktur Bayerns. Bereits 1886 wurde das Haus von Josef Müller in Haßfurt gegründet, damals wurde mit Tee, Kräutern und Dörrobst gehandelt. 1889 beginnt der Firmengründer mit der Produktion von Marmeladen und Gelees. Inzwischen hat das Unternehmen, das sich mit Anne Feulner, der Urenkelin des Firmengründers, immer noch in Familienhand befindet, mehr als 600 Rezepturen von Marmeladen, Konfitüren und Gelees – fast die Hälfte davon in Bioqualität. Für mich eine köstliche, fruchtige Zusammenarbeit, wie du dir denken kannst. Vor einigen Tagen durfte ich zum ersten Mal hinter die Kulissen schauen und mir die Produktion meines Favoriten ansehen: der Hagebutten-Konfitüre.

Hier mein kurzes Instagram-Video mit einem Blick hinter die Kulissen!

https://www.instagram.com/tv/CHUsDQYh9mV/?igshid=1gd1rg2thgzyw

Der Mensch als Schlüssel zum Erfolg

Obwohl natürlich mit den Jahren vieles in der Produktion automatisiert wurde, um den Mitarbeitern den Alltag zu erleichtern, steckt das Geheimnis des hervorragenden Geschmacks der Maintalprodukte immer noch in der Handarbeit und der jahrelangen Erfahrung. Auch sonst hat die Herstellung von Maintal Konfitüren viel mit traditionellem Einkochen gemein. Früchte, Süßungsmittel, Pektin und ein Säuerungsmittel kommen ins Glas. Und wie beim privaten Marmeladenkochen wird bei jeder Kochung die Gelierprobe gemacht. Warum es das braucht es, wo doch die Zutaten genauestens ausgewogen werden und die Temperaturen immer identisch sind? Obst ist ein Naturprodukt, das je nach Anbauregion und Klima andere Eigenschaften aufweist, deshalb bleibt die gute alte Gelierprobe auch bei der professionellen Herstellung ein Muss.

1978 – 1998 Die Hagebutte kommt hoch hinaus 

Der bekannte Bergsteiger Karl Maria Herrlingkoffer setzt bei seinen Himalaya-Expeditionen zum Mount Everest und zum Nanga Parbat bei der Versorgung seiner Teammitglieder auf die äußerst vitaminhaltige Maintal Hagebutten-Konfitüre. Auch in Deutschland kommt die Maintal Hagebutten Konfitüre extra hoch hinaus und wird Marktführer. Mehr als jedes zweite Glas, das in Deutschland gegessen wird, stammt aus dem Hause Maintal.

Maintal Konfitüren
Ein Glas Maintal Hagebutten Hiffenmark, daneben Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre.

Hagebutten-Konfitüre extra – das Aushängeschild des Hauses

Nicht nur bei uns zuhause ist die Hagebuttenkonfitüre die Nummer 1 – und das schon lange vor meiner Kooperation mit Maintal. Sie wird nach einem alten Familienrezept hergestellt und ist die meistverkaufte Hagebutten-Konfitüre Deutschlands. In Franken werden die Faschingskrapfen oder Berliner traditionell damit gefüllt, aber die Hagebutten-Konfitüre, das „Hiffenmark“, kann viel mehr: sie schmeckt köstlich als Brotaufstrich, verfeinert Müsli, Joghurt, Granola, aber auch Soßen (bei mir fast alle winterlichen Schmorgerichte), passt wunderbar zu Käse und sorgt im schwarzen Tee für Fruchtigkeit.

Ich habe sie für das heutige Rezept in kleinen Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre, als Füllung und sogar im Teig.

Jetzt schauen wir aber zusammen in die Manufaktur, dorthin, wo alles beginnt!

Wilde Früchtchen

Wusstet du, dass die Hagebutte, auch Wildrose genannt, nicht kultiviert wird? Das bedeutet, die Früchte wachsen wild und werden saisonal in der Natur gepflückt – die für Maintal kommen aus Südosteuropa. Die geernteten Früchte werden nach der Ernte tiefgefroren und sind so das ganze Jahr verfügbar.

Sie sind leuchtend rot, stellen keine Ansprüche und müssen nicht angebaut werden. Bis heute sind Hagebutten eine Wildfrucht geblieben und werden nach wie vor per Hand an Hecken, Waldrändern und Böschungen geerntet. Dabei machen es die Wildfrüchte ihrem Sammler oft nicht leicht, da vor allem die spitzen Dornen das Sammeln erschweren. 

Maintal Konfitüren

Aus der Kälte sofort in die Produktion

Die gefrorenen Früchte werden zunächst grob zerkleinert, um die ziemlich feste Schale aufzubrechen. Danach wird die Masse erhitzt und gesiebt, übrig bleibt das Hagebutten-Fruchtmark, das nun weiter verarbeitet wird.

Die Hagebutten werden maschinell zerkleinert

Wildrosenöl – gut für ALLES!

Aber auch für die Kerne der Hagebutte geht es weiter: aus ihnen wird das 100% kaltgepresste Bio-Wildrosenöl hergestellt, das ich mir aus meiner Hautpflege nicht mehr wegdenken kann, denn es schützt die Haut, hilft bei rissigen Händen (vor allem jetzt, mit all dem Waschen und Desinfizieren), sorgt mit der Tagespflege gemischt für Geschmeidigkeit und sogar bei meinem Tattoo war es perfekt, um die Haut schneller zu heilen.

Der Habutten Trester
Die Trestermasse
Habuttenkerne
Und so gehen die Wildrosen-Kerne in die Ölpresse

Zurück in die Manufaktur

Maintal Produktion

Das passierte Hagebuttenmark duftet bereits köstlich! Im nächsten Schritt kommen Zucker, Glukosesirup, das Geliermittel Pektin und Citronensäure als Säuerungsmittel – das war es schon, um das perfekte Geschmackserlebnis zu schaffen. Nach und nach werden die Zutaten dem Hagebuttenmark zugefügt und dann eingekocht, stets mit einem Auge auf die Konsistenz.

Glukose für das Marmeladenkochen
Glukosesirup
Kochkessel Nahaufnahme
Der Kochkessel
Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre, im Kochkessel.
Das Produkt hat man immer im Blick!
Abfüllen und Verschließen
Abkühlen, kontrollieren, verpacken
Marmeladegläser auf Fließband
Verpacktes Hiffenmark

Alles in den richtigen Bahnen

Heiß abfüllen, verschließen, etikettieren, verpacken und los geht es in die Regale! So könnte man die letzten Schritte schnell zusammenfassen. Mehr als 160 Gläser pro Minute werden an den „Hagebutten-Tagen“ abgefüllt, an einem Produktionstag schafft man so zwischen 120 -130.000 Gläser. Die fertige Konfitüre wird in die Abfüllanlage gepumpt, in die Gläser gefüllt und verschlossen, dabei laufend gescannt und kontrolliert, damit alles auch 100% einwandfrei ist. Vom Aufbrechen der gefrorenen Früchte bis auf die Palette dauert der Vorgang ca. 3 1/2 Stunden.

Ein Glas Hiffenmark auf Stapel verpackter Gläser
Eine Palette mit Hiffenmark, bereit zum Transport

Viele Hagebutten-Ideen

Die Hagebutten-Konfitüre gibt es inzwischen nicht nur pur, sondern auch in den Sorten Hagebutte-Banane, Hagebutte-Erdbeere und Hagebutte-Cassis und in Bio-Qualität. Einen Überblick über die vielfältige Produktpalette von Maintal und ganz viele Rezepte findest du auf der Maintal Homepage. Aktuelles natürlich auch auf dem Instagramprofil. Und ich zeige dir jetzt, wie du deine Familie glücklich machen kannst: meine kleinen Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre musste ich für diesen Blogpost sogar zweimal backen, denn die erste Ladung wurde noch vor dem Fotografieren verputzt…

Ein Glas Hiffenmark mit Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre.

REZEPT

Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre

Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre

Zutaten

für 18 Stück, ich backe sie in einer Mini-Tarte-Form von Wilton.

Vollkorn-Mürbeteig
  • 300 g Dinkelvollkornmehl
  • 150 g Butter
  • 100 g Rohrohrzucker oder braunen Zucker, in der LC Variante braunen Xucker
  • 1 Ei (Freiland, Größe L)
  • 50 g Maintal Hagebutten-Konfitüre extra
  • 1 TL Vanille-Essenz
Füllung
  • Pro Stück je nach Größe ca. 1 gehäufter TL Maintal Hagebutten-Konfitüre extra
Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre im Backblech

Zubereitung

  • Für die Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre zunächst den Backofen auf 175° Ober-Unter-Hitze vorheizen.
  • Die Zutaten für den Teig rasch verkneten, ich nehme dafür meinen Blitzhacker, damit geht es in Sekunden.
  • Den Teig ca. 20 Minuten in Folie eingewickelt kalt stellen.
  • Danach 2/3 ausrollen, Kreise ausstechen : immer 2 cm größer als die Mulde deiner Form, dann ist der Rand gleich dabei. Mit einem Glas geht das perfekt!
  • Den Teig auf die Mulden verteilen und gut andrücken.
  • Den restlichen Teig ausrollen und nach Lust und Laune ausstechen.
  • Die Pies mit der Hagebuttenkonfitüre füllen und mit dem ausgestochenen Teig verzieren. Mein Tipp: mit verschiedenen Sternen, Schneeflocken oder Rentieren wird es weihnachtlich!
  • Auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen.
  • Auskühlen lassen – falls du es schaffst… hier wurden sie schon warm aus der Form genascht. Du kannst sie mit Puderzucker bestäuben, oder pur genießen. Sie schmecken am zweiten Tag noch besser und halten sich gut eine Woche. Wenn du sie wegsperrst!
Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre, eines angeschnitten

Mehr köstliche Rezepte mit den Maintal Produkten findest du, wenn du „Maintal“ in die Suche eingibst! Zum Beispiel ein leckeres Frühstücksbrot, Power-Riegel oder einen Pull-Apart-Gugel für gute Laune! Aber auch meine Tipps für eine stressfreie Gänsebrust kommen vielleicht gerade zu Martini gelegen!!!

Gänsebrust auf Rotkohl

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In den Highlights habe ich so gut wie alle Gerichte monatsweise gespeichert, unter „WW Monat 1“ und jetzt schon „WW Monat 2“

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Vollkorn-Mini-Pies mit Hagebutten-Konfitüre auf dem Tisch

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Comments 2

  1. Hagebutten liebe ich seit ich denken kann. Meine Mutter kaufte auf dem Markt das Mark und kochte daraus (unter Zugabe von Zucker oder Gelierzucker) Hagebuttenkonfitüre – die konnte ich als Kind schon löffelweise aus dem Glas essen… Seit vielen Jahren kaufe ich die von Maintal, weil ich es auch super finde, dass es so ein Unternehmen in der Region gibt. Kürzlich hatte ich mich gefragt, wo die Hagebutten wohl herkommen – danke dass Du auch gefragt hast! Hierzulande bleiben die roten Beeren vielen Vögeln und Tieren; und ich nasche ab und zu auch davon. Hagebuttenmus selbst herzustellen ist mir immer zu mühsam…

    Deine kleinen Pies sehen super aus und schmecken bestimmt sehr gut. Hagebuttenkonfitüre ist echt so vielseitig! Ich hatte in Franzensbad mal eine genial schmeckende Hagebuttensauce zu Wildschweinkeule mit böhmischen und Karlbader Knödeln; die hat’s sogar als Foto damals auf meinen Blog geschafft. 🙂

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