Meine 5 liebsten Würz-Öle

Kochfee Beilagen, Einkaufen, Low Carb, Rezept, Tipp, vegan, Veggie, Zutaten & Gewürze 3 Comments

Meine 5 liebsten Würz-Öle. Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit UFOP (Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.) und enthält Werbung für heimisches Rapsöl.

Rapsöl in Flaschen mit leeren Ölflaschen daneben. Davor Kräuter.
In den Supermärkten und den Biomärkten findest du inzwischen eine große Auswahl heimischer Rapsöle.

Grillen, braten, würzen

Verfeinerst du deine Speisen auch so gerne mit frischen Kräutern, Gewürzen und Aromen? Ich liebe es, mein Fleisch, aber auch Fisch, Gemüse und Backwaren immer wieder neu zu würzen. Ob man grillt, in der Pfanne brät oder seinen Speisen erst am Tisch den letzten Kick verleiht – saisonale Kräuter und Klassiker wie Limette, Thymian, Knoblauch oder Chili sind immer eine gute Wahl.

Leere Fläschchen, davor Kräuter und Gewürze.
Du brauchst nur wenige Zutaten und ein Gefäß zum Aufbewahren.

Brandschutz-Maßnahmen

Natürlich gebe auch ich gerne frische Kräuter mit in den Bräter: Rosmarin, Thymian & Co. verbrennen nur leider oft, noch bevor sie ihren Geschmack entfalten konnten. Anderen kleinen Mimosen wie Petersilie, Basilikum oder gar Koriander möchte man Ofen- oder Grillhitze gar nicht erst zumuten. Was liegt da näher, als sich ganz schnell und schonend eigene Würz-Öle herzustellen, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn sonst alles verkohlen würde….

Mein Tipp, wenn du Kräuter mit in den Bräter gibst: immer unter das Gargut legen! So sind sie geschützt und bringen dir den meisten Geschmack! Das sieht dann bei mir so aus, dass erst etwas Öl in den Bräter kommt, dann Meersalz und dann zum Beispiel angedrückter Knoblauch mit Schale, Thymian und Rosmarin und obendrauf Fleisch, Fisch oder Gemüse.

Holla die Kochfee

Heimisches Rapsöl

…ist neben Kräutern & Co. der Hauptdarsteller heute! Wusstest du, dass Raps, der mit seinem herrlichen Gelb schon auf dem Acker gute Laune macht, in den letzten 25 Jahren in Deutschland zur Ölpflanze Nummer 1 wurde? Mir hat Raps schon vor 5 Jahren Glück gebracht, als ich mit meinem Rezept „Schnecken Italian Style mit aromatisiertem Rapsöl“ den zweiten Platz im Rezeptwettbewerb der Zeitschrift „Lecker“ gewonnen habe und nach Hamburg in die Redaktion eingeladen war! Seitdem begleitet mich nicht nur Rapsöl in meiner Küche, sondern auch die tollen Würz-Öle, die ich auf dieser Basis immer im Haus habe.

Ein Kännchen mit Öl, daneben Ingwer, Knoblauch, rosa Pfeffer und Koriander.

Mit Raps und heimischen Hülsenfrüchten gegen die „Eiweißlücke“

Hast du schon mal von einer Eiweißlücke gehört?

Experten bezeichnen damit das Defizit an Protein aus heimischen Quellen für die Tierfütterung, was dazu führt, dass vor allem Soja nach Deutschland und Europa importiert wird. Deshalb gewinnt seit einiger Zeit eiweißhaltiges Rapsextraktionsschrot, das neben dem Öl beim Pressen der Rapssaat entsteht, zunehmend an Bedeutung. Durch die Nutzung dieses heimischen Proteinfutters werden mehr als eine Million Hektar Sojaanbau in Südamerika eingespart.

UFOP

Regionaler Anbau

Durch den Einsatz von Rapsextraktionsschrot kann man also die Einfuhr von Soja deutlich einschränken. Falls du Interesse hast, dich über heimische Eiweißquellen zu informieren, zu denen neben dem Raps auch Hülsenfrüchte wie Ackerbohnen, Futtererbsen, Süßlupinen – und seit einiger Zeit auch (heimische) Sojabohnen zählen, dann klicke gerne auf das UFOP Kulturpflanzen-Magazin. Sie alle werden unter dem Begriff Körnerleguminosen zusammengefasst und erleben gerade ein ziemliches Comeback. Vor allem die Süßlupine hat es mir wegen der geringen Menge an Kohlenhydraten angetan und ab Juli gibt es hier einigen daraus auf den Teller.

Ein kleines Ölfläschchen, umgeben von Limetten, rosa Pfeffer, Koriander, Knoblauch und Vanille.

Rapsöl kann nicht nur deftig

Für eine Kampagne und die Broschüre „Rapsöl in vier Gängen“ habe ich das milde Öl sogar im Strudelteig für meinen Erdbeer-Strudel verwendet – das passt ganz wunderbar! Und auch mit den heutigen 5 aromatisierten Ölen kannst du super backen, denn sie eignen sich für Hefeteig, Brote, Pizzafladen, deftige Pancakes – einfach alles, wo sonst Öl zum Einsatz kommt.

Koriander, Zitronengras, rosa Pfeffer und Vanille.

Diese Mischungen mögen es heiß!

Dadurch, dass man alle Öle nur schonend aromatisiert, ziehen lässt und dann siebt, haben sie keine festen Bestandteile, die im Backofen, auf dem Grill oder in der Pfanne verbrennen und ihren Geschmack so verlieren würden. Sie eignen sich also alle zum Marinieren und zum Rundum-Bepinseln, bevor es ans Garen geht, aber auch zum Verfeinern kalter und warmer Speisen.

Und hier also

Meine 5 liebsten Würz-Öle auf der Basis von Rapsöl

Ich verwende ausschließlich deutsches Rapsöl aus kontrolliertem Anbau, die Basis für die aromatisierten Öle sind immer 200 ml WARMES Öl, das nicht kochen sollte. Hast du keine Zeit, das Öl über Nacht ziehen zu lassen, reichen auf die Schnelle auch 1-2 Stunden ohne Kühlschrank. Das fertige Öl wird in sterile (ausgekochte) Fläschchen oder Gläser abgefüllt.

Ein Kännchen Öl, davor Pfefferkörner, Rosmarin, Thymian und Knoblauch.
Knoblauch, Rosmarin & Thymian

Der Klassiker: Knoblauch, Rosmarin & Thymian.

Zutaten

  • 200 ml mildes Rapsöl
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 1 Zweige Rosmarin
  • 3 Zweige Thymian
  • 5 Pfefferkörner

Zubereitung

  • Das Rapsöl erwärmen, NICHT kochen!
  • Den Knoblauch mit der Schale andrücken, die Kräuter grob hacken.
  • Alles in das warme Öl legen und über Nacht ziehen lassen.
  • Absieben und umfüllen.

Perfekt zu: Fleisch, mediterranen Gerichten, Grillgemüse, Pizza, Brot.

Ein Kännchen Öl, daneben Ingwer, Zitronengras und Limetten.
Zitronengras, Ingwer & Koriander

Asia-Aromen: Zitronengras, Ingwer, Koriander

Zutaten

  • 200 ml mildes Rapsöl
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2 cm Ingwer
  • 1/2 Bund Koriander

Zubereitung

  • Das Rapsöl erwärmen, NICHT kochen!
  • Das Zitgronengras vierteln und anklopfen (mit einem Schnitzelklopfer oder einem Plattiereisen geht es super) – so werden die Aromen freigesetzt!
  • Den Ingwer schälen und dünn schneiden.
  • Den Koriander grob hacken.
  • Alles ins warme Öl legen und über Nacht ziehen lassen.
  • Dann absieben und abfüllen.

Perfekt zu: Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Geflügel, als Würze für asiatische Suppen und Mayo, in Dips und Würzsoßen.

Ein Fläschchen Öl, daneben eine Chlilischote, Limetten und Vanillestangen.
Limette, Chili & Vanille

Scharf und duftend: Chili, Vanille, Limette

Zutaten

  • 200 ml mildes Rapsöl
  • 1 kleine rote Chili
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kleine Bio-Limette

Zubereitung

  • Das Rapsöl erwärmen, NICHT kochen!
  • Die Chilischote in Ringe schneiden, falls du es nicht zu scharf magst, vorher die Kerne entfernen.
  • Die Vanilleschote längs halbieren, das Mark auskratzen und mit der Chili ins Öl legen.
  • Die Limette heiß abspülen, abtrocknen und die Schale fein abschälen, ohne das Weiße, das ist bitter!
  • Die Schale ins Öl legen, den Saft anderweitig verwenden.
  • Über Nacht ziehen lassen, absieben und umfüllen.

Perfekt zu: Fleisch, Fisch, Geflügel, Pastagerichten mit Meeresfrüchten.

Ein Kännchen Öl, daneben kleine Tellerchen mit Pfeffer, Wacholder und Piment Körnern.
Pfeffer, Wacholder & Piment

Wild: Pfeffer, Wacholder & Piment

Zutaten

  • 200 ml mildes Rapsöl
  • 10 Pfefferkörner
  • 10 Pimentkörner
  • 10 Wacholderkörner
  • 1 Zweig Rosmarin

Zubereitung

  • Die Pfeffer-, Piment- und Wacholderkörner leicht andrücken und in einer kleinen Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
  • Den Rosmarin grob hacken
  • Das Rapsöl erwärmen, NICHT kochen!
  • Alle Gewürze ins warme Öl legen und über nacht ziehen lassen.
  • Absieben und abfüllen.

Perfekt zu Wild wie Reh, Hirsch, Wildkaninchen aber auch Perlhuhn und mit Zitronenschale auch super als Würze zu Schmorgerichten wie (Wild-) Gulasch, Ossobuco oder Lamm.

Ein Fläschchen Öl von oben fotografiert, daneben rosa Pfeffer, Koriander und Limette.
Koriander, Limette & rosa Pfeffer

Frisch und aromatisch: Koriander, Limette, rosa Pfeffer

Zutaten

  • 200 ml mildes Rapsöl
  • 1 Bund Koriander
  • 1 kleine Bio-Limette
  • 1 TL rosa Pfeffer

Tipp: statt Koriander kann man auch Kardamom verwenden, dafür röstel ich die Karsamom-Kapseln kurz an und zerdrücke sie. So kommen sie ins warme Öl. Diese Mischung passt zum Beispiel zu Hummus, Fladenbrot, Hackbällchen und Gerichten der Levante-Küche.

Holla die Kochfee

Zubereitung

  • Das Rapsöl erwärmen, NICHT kochen!
  • Die rosa Pfeffer-Beeren andrücken
  • Den Koriander grob hacken
  • Die Bio-Limette heiß abspülen und die Schale fein abschälen, ohne das Weiße!
  • Alle Zutaten ins warme Öl legen, über Nacht ziehen lassen, absieben und abfüllen.

Perfekt zu: Fisch, Geflügel, Gemüse, als Dressing für Sommersalate, gegrillte Meeresfrüchte, Mayonnaisen und Dips.

Lass deiner Phantasie freien Lauf! es gibt unendlich viele Varianten, mit Sternanis, Kardamom, Zimt, Kaffee….aber auch Kräutern wie Minze, Schnittlauch oder Petersilie! Die Rezepte sind einfach, schnell und wie gemacht zum Experimentieren!

Viel Freude dabei! Deine Petra

Kännchen und Fläschchen mit Ölen, rundum Kraüter und Gewürze.
Mit deinen Lieblingskräutern und Gewürzen kannst du immer wieder neu mischen!

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Comments 3

    1. Post
      Author

      Liebe Sabine,
      es ist mir noch nie passiert, dass diese Öle schlecht wurden im Kühlschrank. Ich mache aber immer wirklich übersichtliche Mengen wie hier in den Rezepten, also 200 ml – die werden auch ziemlich zeitnah, in wenigen Wochen, verbraucht.
      Viele grüße und viel Spaß beim Ausprobieren!
      Petra

  1. Pingback: Selbstgemachte Mayonnaise mit Knoblauch, getrockneten Tomaten und Rapsöl - Holla die Kochfee

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