Gänseleberpastete ganz einfach selbstgemacht

Kochfee Fleisch & Fisch, Geflügel, Low Carb, Rezept 16 Comments

Gänseleberpastete

ganz einfach selbstgemacht

Weltbste Gänseleberpastete ganz einfach selbstgemacht

Der Advent ist endlich da!

Hattest du einen schönen 1. Advent? Bei uns war es gestern sehr ruhig und entspannt, denn es regnete den ganzen Tag in Strömen, wurde kaum hell und so wenig ich solches Wetter mag – es hat irgendwie gepasst (ich muss zugeben, mein Mann war mit dem Hund draußen, er würde wohl anders darüber berichten…). Ich habe alle meine Weihnachts-CD’s hervorgeholt, habe meine Deko verteilt, die Kerzen angezündet und den Tag einfach genossen, während unser Hund gemütlich zu Michael Bublé vor sich hin schnarchte. Warum ich jetzt den Hund ins Spiel bringe? Das erfährst du gleich!

Der kulinarische Adventskalender

Meine liebe Freundin Zorra veranstaltet alljährlich einen kulinarischen Adventskalender auf ihrem Blog „Kochtopf.me“. Es gibt 24 weihnachtliche Bloggerrezepte und tolle Gewinnspiele, da kann auch jeder mitmachen, also hüpf unbedingt vorbei – dazu musst du nur das Bild oben anklicken oder du folgst dem Link: (https://www.kochtopf.me/kulinarischer-adventskalender-2018)

Da es inzwischen eine richtige Tradition ist, wollen alle mitmachen und einen Platz zu ergattern ist nicht leicht. Bedingung für die Teilnahme als Blogger ist eine kleine Geschichte, die optimalerweise auch zum Rezept passt. Als ich erfuhr, einen Platz bekommen zu haben und nun zum ersten Mal bei Zorra dabei zu sein, musste ich überhaupt nicht lange überlegen: es gibt was mit Leber, denn Leber – genaugenommen Leberwurst – hat uns vor einigen Jahren das Weihnachtsfest ziemlich turbulent gemacht!

Unser Beagle Bobbie

Falls du mich schon länger kennst weißt du es eh, aber für alle anderen zur Info: meine Familie hat 8 Beine und 4 davon gehören einer Hundedame, die auch bei Vorwerk anfangen könnte, denn sie saugt zuverlässig alles auf, was der Haushalt hergibt. Bis in die Ecken…. Sprich dieser Hund frisst alles, was du ihm nicht rechtzeitig wegreißt. Falls du aber mal versucht hast, einem Beagle was zu entreißen, weißt du, dass es pure Theorie ist und vermutlich noch nie so im echten Leben passiert ist. Diese Tiere sind wenn es um Futter geht schneller als der Schall. Müssen sie auch, denn wenn man eigentlich für einer Meute gezüchtet wird, muss man sehen wo man bleibt. Und trotz der feinen englischen Abstammung gibt es hier keine Etikette und kein Pardon: der Beagle sieht was Essbares, rennt hin wie ein Bekloppter und atmet es ein. Fertig. Wenn ich ihr einen Napf hinstelle, ist er leer, bis ich mich wieder aufgerichtet habe. Manchmal geht das selbst ihr wohl zu schnell und sie schaut mich danach an, als wollte sie fragen, wo das Futter geblieben ist…

Superleckere Gänseleberpastete ganz einfach und schnell selbstgemacht

Leberwurst für den lieben Hund

Hast du so einen Hund, der für Futter alles macht, ist es ein Leichtes, ihm eine Freude zu machen. Und DIESE Freude hatte es in sich. Ich war mit ihr am letzten Tag vor Weihnachten zum Impfen und die Tierärztin hatte was ganz Tolles da: Hundeleberwurst aus der Tube! Was ein Schwachsinn denkst du vermutlich gerade, aber hallo, es war Weihnachten und Bobbie wollte aus der ihr verhassten Praxis gar nicht mehr raus, so sehr hat es ihr das neue Leckerli angetan. Logisch dass ich umgehend im Fachhandel stand und mir auch eine Tube holte. Eine Große, von wegen Fest der Liebe und so. Der Hund bekam eine Kostprobe, war selig, ich war happy, weil der Hund nun auch was Neues unter dem Baum hatte, was willst du mehr.

Der Tag danach

Alles glitzert und strahlt an Weihnachten, aber das Hundebett??? Als ich am nächsten Morgen ins Wohnzimmer kam, lag mein Hund in Glitzer. An sich ja zu den Feiertagen passend, aber beim näheren Betrachten entpuppte sich der Glitzer als Minifitzelchen der Leberwurscht-Tube…sie hat es irgendwie geschafft, auf das hohe Sideboard zu kommen, das ich bis dahin für sicher hielt und hat die Leberurst gefressen. Mit gefressen meine ich die GANZE Tube, weg bis auf den Plastikverschluss. Der Glitzer waren lediglich Metallspäne, die beim Zerlegen entstanden sind. Kannst du dir vorstellen, wie es mir ging? Ich dachte der Hund stirbt und das auch noch an Weihnachten, mein Mann trug außer einem „wer kauft auch so einen blöden Scheiss“ wenig dazu bei, mich zu beruhigen. Die einzige, die entspannt war, war Bobbie. Die ich natürlich umgehend ins Auto packte und zum nächsten Tiernotarzt brachte.

Weltbeste Gänseleberpastete ganz einfach

… und überall der Duft von Plätzchen und Tannengrün…

Schön wär’s! Die Tierärztin durchleuchtete unseren Vielfraß von allen Seiten und die Röntgenaufnahmen zeigten es: der Hund glitzerte auch von innen… Inzwischen muss ich so drüber lachen, aber damals war ich den Tränen nahe, das kannst du dir denken. Da man bei scharfen Gegenständen den Hund aus Verletzungsgründen nicht zum Erbrechen bringt, behilft man sich hier – wie bei Kindern übrigens auch – eines bewährten Hausmittels: Sauerkraut! Und zwar rund um die Uhr… Die Bemerkung, dass ich schauen müsste, ob mein Hund es mag, kam wohl daher, dass die Ärztin noch nie einen Beagle hatte…Es roch also bei uns tagelang nach Kraut statt Weihnachten, der Hund fraß es mit ein wenig Hack vermischt gerne (was sonst), produzierte kleine feierliche glitzernde Häufchen und nach ein paar Tagen war alles überstanden…für dieses Mal zumindest! Und so habe ich heute, sozusagen als Leberwurst DELUXE und Erinnerung an ein turbulentes Fest, ein feines und doch so wunderbar einfaches Rezept mitgebracht:

Gänseleberpastete ganz einfach selbstgemacht

Zutaten

für eine Terrine von 0,7 Liter Inhalt (meine ist 15 x 11 cm groß, aber ziemlich hoch)

  • 500 g Gänseleber
  • 2 Eier
  • 1 Schuss Sherry (ca. 1 kleines Schnapsglas voll)
  • 250 g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • es gibt wohl auch spezielle Pastetengewürze, ich wollte es aber ganz pur.

Himmlische Gänseleberpastete ganz einfach selbstgemacht

Zubereitung

  • Die Butter schmelzen und so lange kochen, bis sie anfängt zu bräunen. Vom Herd nehmen, durch ein feines Sieb gießen und kalt stellen.
  • Die Leber putzen, das bedeutet von der dünnen äußeren Haut und allen in der Mitte sitzenden Strängen befreien, dann kleinschneiden.
  • In einen Mixer geben und fein mixen, dann die Eier zugeben und die erkaltetete braune Butter in einem dünnen Strahl reinlaufen lassen – dabei auf kleiner Stufe immer weiter mixen.
  • Den Sherry dazugeben, salzen und pfeffern.
  • Den Backofen auf 100° Umluft vorheizen.
  • Ein Wasserbad vorbereiten, die Wassertemperatur sollte bei ca. 70 Grad sein.
  • Die Terrine mit etwas Öl einpinseln und die Gänselebermasse einfüllen.
  • Die Terrine ins Wasserbad stellen und so lange mit geschlossenem Deckel garen, bis die Kerntemperatur bei 75 Grad liegt. Das dauerte bei mir ca. eine Stunde. Ich habe auch Rezepte gesehen, in denen man ohne Deckel gart, vermutlich ist es egal.
  • Aus dem Ofen nehmen und erkalten lassen.
  • Über Nacht im Kühlschrank stehen lassen.

Optional kannst du sie noch mit einem schnellen Gelee toppen und weihnachtlich verzieren.

Ich habe dazu 50 g Preiselbeeren (hatte vom letzten Blogpost noch die mit Rotwein von Maintal da) mit ein wenig Wasser aufgekocht, 2 Blatt Gelatine eingeweicht und ausgedrückt und dazu gegeben.

Dekoriert habe ich mit Mandarinenscheiben und rosa Pfefferbeeren. Etwas Grünes wäre noch toll gewesen, hatte aber nichts da…

Willst du die Pastete nach dem Erkalten aus der Form nehmen und in Scheiben schneiden, solltest du die Form mit Frischhaltefolie auslegen.  Das wollte ich nicht, denn bei uns kommt die Pastete einfach in die Mitte – wie auf dem Land eben….

Hab eine entspannte Adventszeit voller schöner Erinnerungen und wenig Aufregung! Deine Petra ♥

Gänseleberpastete ganz einfach zubereitet

Rezept für Gänseleberpastete ganz einfach

 

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Comments 16

  1. Liebe Petra,
    herzlichen Dank für dieses tolle Rezept. Ich schätze mal, eine größere Freude könnte ich meinem Mann gar nicht machen, als diese Pastete jetzt zur Vorweihnachtszeit nachzuklöppeln! Und das ist doch der Sinn von Weihnachten.
    Über Deine Glitter-Shitter-Geschichte habe ich sehr schmunzeln müssen. Auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es in dem Moment wenig lustig war. Ich wusste gar nicht, dass Beagles so verfressen sind. Wieder was gelernt.
    Herzlichst, Conny

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  2. Hallo Petra, na, wenn das mal nicht eine tolle Anekdote ist, ich musste ziemlich losprusten, hast du wirklich nett beschrieben, deine Schreibader will ich auch haben!
    Ich mache dieses Jahr auch zum ersten Mal bei Zorras Adventskalender mit und freue mich schon tolle neue Blogs kennenzulernen.

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  3. Liebe Petra – ich habe herzlich gelacht, tolle Geschichte! Lass dir gesagt sein – große Münsterländer stehen einem Beagle in Sachen Verfressenheit nix nach und haben zudem noch ein Buddel-Gen 🙂

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  4. Muaaaaahahaha, als Hundebesitzerin musste ich jetzt aber ganz laut lachen. Ich kenne den Beagle zwar nur von diversen Spaziergängen – bei denen mir relativ schnell auffiel dass die aber unheimlich verfressen sind und eigentlich alles vertilgen, was halbwegs brauchbar ist – aber mein Schapendoes würde für Leberwurst auch einiges anstellen. Ich kann mir vorstellen wie Dein Adrenalinspiegel damals hochgeschnellt ist, na und der Kommentar von Deinem Mann hätte von dem meinigen stammen können *augenrollemoji*. Wie schön dass diese Geschichte heute für allgemeine Heiterkeit sorgen kann! Und das Rezept hier trifft unser aller Geschmack hier im Hause und kommt gleich mal auf die To-Do-Liste. Eine entspannte Weihnachtszeit wünsche ich Dir, Claudi

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  5. Liebe Petra,
    da haben wir Hundebesitzer wohl alle unsere „Erfahrungen“ zur Weihnachtszeit gemacht. Ich saß zum Beispiel vor einigen Jahren am 23.12. mit einem völlig besoffenen Dalamtinerwelpen beim Tierarzt, weil er eine komplette Packung „Edle Tropfen“ (samt Verpackung natürlich) gefressen hat. Ach ja und unser jetziger Dalmirüde Watson hat sich letztes Jahr einen kompletten gefrorenen! Rinderbraten, der auf einem Hochregal zum Auftauen stand, dahintergehauen. Du siehst, Dalamtiner stehen einem Beagle nichts nach, wenn es ums Fressen geht 🙂 .
    Deshalb befürchte ich auch, dass unsere Hunde völlig am Rad drehen, wenn ich deine geniale Pastete bei uns zubereiten würde. So gut kann ich die gar nicht verstecken, als das die Hunde da nicht drankommen würden! Einfach aus „Sicherheitsgründen“ bewundere ich dein Rezept, werde es aber (zumindest dieses Jahr) nicht ausprobieren 😉 .
    Genieß die Adventszeit mit viel Glitter (aber nur da, wo du ihn auch haben möchtest).
    Liebe Grüße
    Tina

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      Liebe Tina! Dann geht es dir ja so wie mir…einmal hat sie eine eingeschweißte und noch als Geschenk verschnürte Riesenpackung Pralinen gefressen – jede einzelne säuberlich ausgepackt und dann vor lauter Zucker so viel gesoffen, dass der Bauch bis zum Boden hing. Hat sie aber bestens verdaut und es war wohl einer ihrer schönsten Tage 😉

  6. Tolles Rezept liebe Petra, das werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Zu der Hundegeschichte… Der Hund einer Freundin hat eine komplette Packung Mon Cherie fein säuberlich ausgepackt und aufgefressen. Nix übergelassen der Verfressene
    😂
    Liebste Grüße Nicole

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  7. Köstlich, die Pastete und die Geschichte! Danke für dieses unterhaltsame Türchen und was das Verfressen betrifft, das könnte eventuell auch etwas in der Familie liegen, oder? 😉

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