Amarulaparfait mit Nektarinen-Minze-Salat (Obst aus Südafrika)

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{Presseevent/Einladung: zum Event über Südafrikanisches Obst wurde ich eingeladen. Informationen und Rezeptideen findest du auch auf Facebook und Instagram.}

Foto: Agentur Roos

Manchmal muss ich über mich selbst lachen…

Meistens bin ich unterwegs, wenn sowas passiert. Da sitze ich im Auto, an einer roten Ampel und schaue meine Mails an. Und lese, SÜDAFRIKA…EVENT…freuen, wenn du dabei bist. Und mein Herz macht einen kleinen Hüpfer, weil mein Hirn aus den Brocken das bestmögliche Szenario bastelt: Ich, Südafrika, JA! Endlich in das Land, das mein Mann so liebt, meine Schwiegermutter als das Schönste überhaupt bezeichnet und wo mein Schwager und meine Schwägerin jahrelang gelebt haben.

Wer war noch nie da?

ICH. Aber das ändert sich ja jetzt! Ich sehe köstliches Seafood, die reifsten Früchte, Weingüter mit Aussicht. Weiße Tischdecken, die sich sanft in der Brise wiegen…. An der nächsten Ampel dann die Realität: …wenn du dabei bist …in BONN. Musst du jetzt lachen? Ich habe soo gelacht, sofort meiner lieben Sibel geschrieben, denn du musst wissen, wir waren schon gemeinsam in Bonn bei Chefkoch und da gibt es einige Running Gags zu unserer Anreise…

Am Ende war es toll!!

Nachdem ich meine Lachtränen getrocknet habe, dachte ich mir, man muss klein anfangen. Und nach Bonn fahren und sich verwöhnen lassen. In einem kleinen Kreis, einem kleinen feinen Restaurant wie dem The Protea, geführt von Menschen, die eine besondere Verbindung nach Südafrika haben. Neue Menschen kennen lernen, eine neue Agentur, neue Blogger, Köpfe hinter den Marken. Das ist nie verkehrt, schon gar nicht, wenn man gerne unterwegs ist. Und so saß ich vor zwei Wochen an einem der strahlendsten Frühlingstage, die 2019 bisher zu bieten hatte, NICHT im Zug nach Frankfurt Airport, sondern im IC nach Bonn, um den Nachmittag Produkten aus

SÜDAFRIKA

zu widmen.

Neben Amarula (fast JEDER kennt es vom Bacherlor 2018…), Savanna Premium Cidre und südafrikanischem Whisky aus Mais ging es vor allem um OBST.

Genießen auch im Winter – geht das?

Gerade im Winter ist DIE Zeit, in der das Angebot an Pflaumen, Nektarinen, Pfirsichen, Birnen und Aprikosen vor allem aus Südafrika kommt. Natürlich kannst du sagen, du verwendest IMMER nur regionale Produkte, was bei allem Sinn macht, was gerade Saison hat – aber dann gäbe es eben auch keine Orangen, Nektarinen und schlicht und einfach kein Obst im Winter. Übrigens haben wir kürzlich unter Bloggern eine Debatte darüber geführt, warum bestimmte Produkte die Menschen mehr auf die Palme bringen, wie andere. Wenn du als Blogger im Winter eine Erdbeere auf das Foto bringst, riskierst du einen ohrenbetäubenden Aufschrei durch die Gemeinde. Mixt du jeden Tag 5 Avocados, dazu 2 Mangos und 4 Ananas, bleibt alles still…

Der Bain’s wartet auf das Ende der Fastenzeit, dann werde ich berichten!

Die südafrikanische Pflaume

Die südafrikanische Pflaume wird hauptsächlich in der westlichen Kap-Region angebaut. Dort bieten die geschützten Täler und das mediterrane Klima die idealen Voraussetzungen. Sowohl rote, lilafarbene (violette) und gelben Pflaumen haben zwischen Januar und März Saison und besitzen eine große Geschmacks- und Strukturvielfalt. Südafrikanische Pflaumen sind von Januar bis in den Mai in allen großen deutschen Supermärkten erhältlich. Die Sorten tragen Namen wie Fortune, Laetitia, Saphire und Southern Belle bis hin zur Sorte Flavor King, in gelb mit gelbem Fruchtfleisch gibt es da vor allem die Sungold und African Pride. Diese versprechen einen süßen Geschmack und eine köstliche, saftige Textur.

Nektarinen und Pfirsiche

Nektarinen und Pfirsiche gehören der gleichen Familie an – mehr oder weniger behaart kann man sagen. Die Nektarine mag es seidenweich und babypopoglatt, während der Pfirsich einen Drei-Tage-Bart stehen lässt. Mandeln und Pflaumen zählen übrigens auch zur Familie dazu, hättest du es bei den Mandeln gewusst? Auch interessant: ursprünglich kommen Pfirsiche aus China und gelten dort aufgrund ihrer gesunden Inhaltsstoffe als Symbol für Unsterblichkeit.

Kurios ist außerdem, dass Pfirsichbäume manchmal Nektarinen tragen und umgekehrt! Da heißt also, man kann die Bäume nur anhand der Früchte unterscheiden – nicht etwa mithilfe des Baumstammes oder der Blätter. So bleibt es immer spannend, welche Frucht der Baum als nächstes trägt.

Nektarinen haben einen niedrigeren Wassergehalt als Pfirsiche, somit liegt der Nährwert knapp 60 % über dem des Pfirsichs. 100 Gramm Nektarine (das entspricht einer kleinen Frucht) haben etwa 50 Kalorien. Nektarinen haben überdies einen höheren Zuckeranteil als Pfirsiche, sind aber dafür auch reicher an Vitamin C und Carotin. Zusätzliche Nährstoffe der Frucht sind Kalium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Calcium.

Holla die Kochfee

 Aprikosen aus Südafrika

Südafrikanische Aprikosen werden zum größten Teil im Western Cape angebaut. Auf den deutschen Markt kommen sie von Dezember bis Januar. Einige besonders leckere Sorten sind Supergold, Imperial, Honeycot und Soldonne.

Foto: Agentur Roos

Wie wähle ich die perfekte Frucht?

Suche nach einer glatten, festen und hellen Frucht, die etwas weich ist wenn man sie leicht mit den Fingern andrückt. Vermeide schrumpeliges, unansehnliches Obst mit weichen Stellen, Verletzungen oder grüner Tönung – ein Zeichen, dass die Frucht zu früh gepflückt wurde.

Der Apfel-Booster

Was bei bereits reifem Obst unbedingt vermieden werden sollte, bei solchem, das nachreifen soll aber DER Tipp ist: direkt mit Äpfeln aufbewahren! Das von den Äpfeln abgegebene Ethylen beschleunigt den Reifungsprozess. Ich habe gelesen, dass Bananen die gleiche Wirkung haben sollen, das muss ich aber erst mal testen – der Apfel kann es auf jeden Fall! So gelagert kann die Aprikose bald in süßen und pikanten Speisen verarbeitet werden. Keine der vorgestellten Obstsorten solltest du drücken, stapeln oder sonst wie unsanft behandeln, sondern mir Vorsicht – so hast du länger was davon!

Workout am Schneebesen

Natürlich möchte ich dir zeigen, was wir Leckeres zubereitet haben! Anfangen werde ich mit meinem absoluten Liebling, was schon deshalb verwunderlich ist, weil es das Dessert ist und ich Süßes eigentlich meide. Nicht weil es mir nicht schmeckt, oder ich es nicht „darf“, sondern weil ich ZU Süßes einfach immer schlechter vertrage. So gibt es bei mir einiges an frischem Obst, aber sehr selten klassischen Nachtisch. Als es bei uns in der Küche von Lois & Markus Wetzel und unter der Anleitung des Küchenchefs David Mahlberg im „The Protea“ in Bonn losging, meldete ich mich – sehr unüberlegt – für das Amarula-Parfait. Denn während ich es zuhause in meine Küchenmaschine packe, habe ich hier die Creme per Hand aufgeschlagen. Sprich Zucker und Eigelb EWIG über dem Wasserbad…Klar wollte ich dann wenigstens ein Löffelchen probieren – und aß alles auf. Also meine Portion, nicht ALLES, ein wenig Zurückhaltung habe ich schon….Und es war mit dem Amarula einfach so lecker, ich kann es dir nur empfehlen!

Amarula

Wusstest du, dass es tatsächlich einen Marula-Baum gibt? Er wächst in den afrikanischen Ebenen und trägt im Februar, wenn dort Sommer ist, wunderbar durftende Früchte. Besonders Eefanten lieben sie, daher nennt man den Baum auch gerne „Elefantenbaum“ und auch das Logo von Amarula ziert ein Elefant. Nur weibliche Bäume tragen Früchte und die sind sehr gesund, denn sie haben 4x mehr Vitamin C als eine Orange. Aus ihnen wird in klassischen Kuperkesseln der Marula-Wein destilliert, der dann in Eichenfässern 2 Jahre lagert. Mit frischer Sahne verfeinert entsteht der Amarula, wie du ihn kaufen kannst.

Foto: Agentur Roos

Definitiv wird das Parfait Teil unseres Weihnachtsmenüs dieses Jahr und vermutlich auch des Öfteren mal im Sommer eiskalt serviert. Vielleicht sogar am Stiel….! Hier also die

REZEPTE

Amarulaparfait mit Nektarinen-Minze-Salat und Vanille-Pflaumen-Soße

Zutaten für 4 Personen

  • 8 Eigelbe
  • 225g Zucker
  • 400ml Sahne
  • 500ml Milch
  • 35g Stärke
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Pflaumen
  • 8 Nektarinen
  • 1 Bund Minze
  • 100ml Amarula

Zubereitung

Amarulaparfait

  • 5 Eigelbe + 150g  Zucker über dem Wasserbad schaumig schlagen.
  • Nebenbei die Sahne steif schlagen.
  • Den Amarula in die Eigelb-Mischung geben und die geschlagene Sahne unterheben.
  • In eine längliche Form geben und einfrieren.

Nektarinen-Minze-Salat

  • Die Nektarinen am Boden einschneiden und in Wasser kochen bis sich die Haut löst, in Eiswasser abschrecken und schälen. In Achtel schneiden.
  • Die Minze hacken und mit den Nektarinen und etwas Zucker mischen.
  • Vanille-Pflaumen-Soße
  • Die Pflaumen halbieren, entsteinen und köcheln lassen. Danach pürieren und durch ein Sieb streichen, bei Seite stellen.
  • ¾ der Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote aufkochen. Die restlichen 3 Eigelbe mit dem Zucker, der Stärke und der restlichen Milch vermischen.
  • Die Temperatur der köchelnden Milch herunter drehen und das Milch-Eigelb-Gemisch unterrühren. So lange rühren bis die Masse cremig wird, NICHT KOCHEN LASSEN, sonst gerinnt das Ei.
  • Die Pflaumensoße unterziehen.

Endiviensalat mit gebackenem Ziegenkäse und Aprikosen an Pfirsich-Dressing

Zutaten für 4 Personen

  • ca.1 Kopf Endiviensalat
  • 200g Ziegenkäse
  • 8 Aprikosen
  • 2 Pfirsiche
  • 50 ml Weißweinessig
  • 150 ml Öl
  • 1 TL Senf

Zubereitung

  • Endiviensalat putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Die Salatblätter in Streifen schneiden und in eine große Schüssel geben.
  • Die Aprikosen am Boden kreuzförmig einschneiden und in kochendem Wasser kurz kochen, bis sich die Haut löst. Anschließend in Eiswasser abschrecken.
  • Die Aprikosen schälen, den Stein entfernen und in Viertel schneiden, bei Seite stellen.
  • Die Pfirsiche halbieren, den Kern entfernen und weich kochen. Anschließend pürieren und durch ein Sieb streichen, kalt stellen.
  • Den Essig mit dem Pfirsichsud sowie Salz, Pfeffer und Senf mixen, danach langsam das Öl hinzugeben und weiter mixen bis sich eine homogene Flüssigkeit gebildet hat.
  • Den Ziegenkäse in eine gewünschte Größe schneiden und zusammen mit den Aprikosen 5 min bei 180°C  im Ofen backen und anrichten.

Lammrücken mit Erbsenpüree, Baby-Möhren an Pflaumensoße und Birnenchip

Zutaten für 4 Personen

  • 4 Lammrücken á 200g
  • 250g Erbsen  
  • 250g Kartoffeln (Mehlig)
  • 20 Baby-Möhren
  • 5 Pflaumen
  • 250ml  dunkle Grundsoße
  • 1 Birne
  • 100ml Milch
  • 100g Butter
  • Rosmarin
  • Knoblauch

Zubereitung

Für eine Low Carb Version mach einfach ein Erbsenpüree ohne Kartoffeln! Und vielleicht noch Röstgemüse?

Holla die Kochfee
  • Den Lammrücken salzen und peffern. Auch Rosmarin und Thymian passen perfekt oder ein Lammgewürz!
  • Von allen Seiten ca.2 Min. anbraten bis eine schöne braune Farbe vorhanden ist, aus der Pfanne nehmen und ruhen lassen.
  • Die Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen. Die Erbsen in etwas Brühe kochen.
  • Anschließend pürieren und durch ein Sieb streichen.
  • Die Kartoffeln abgießen, durch eine Presse drücken und mit warmer Milch und der Hälfte der Butter mischen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
  • Die Möhren schälen und in etwas Brühe mit Butter knackig kochen.
  • Die Pflaumen halbieren und entsteinen, danach weich kochen, pürieren und durch ein Sieb streichen.
  • Die Pflaumensoße mit der Bratensoße mischen und abschmecken.
  • Die beiden Pürees mischen und nochmals abschmecken, wenn nötig.
  • Die Birne schälen und in dünne Scheiben schneiden und in Öl frittieren.
  • Das Lamm nochmals in die Pfanne mit etwas Butter, Knoblauch und Rosmarin geben und garziehen, anschließend nochmals ruhen lassen.
  • Anrichten und Genießen!

Vielen Dank an die Agentur ROOS für die Einladung, für den herzlichen und informativen Tag in Bonn, danke an Lois, Markus David und Grant für die Gastfreundschaft im The Protea, sowie alle, die am Event mitgewirkt haben!

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