AEG „Perfecting the Classics“ – IFA 2015

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Von meinen Freitag auf der IFA habe ich Euch schon berichtet – nun folgt Teil 2 – der Samstag!

Unsere Aufgabe für den Abend mit AEG kennen einige von Euch schon. Unter dem Motto

AEG „Perfecting the Classics“

sollte in kleinen Teams angestaubten Gerichten ein neuer, modernerer Touch verpasst werden. Dazu haben wir schon Tage vor der IFA gegrübelt und Ideen gesammelt, denn die Gerichte mussten dann vor Ort beim Event mit Stefan Marquard für alle anwesenden Blogger und Gäste gekocht werden. Zusammen mit Liv und Sibel gehörte ich zum Team Schwarzwälder Kirsch, oder zu den „Torten von AEG“, so unser Hashtag für die Ideensammlung….

An den Start gingen wir mit Kirschsorbet, einem Schokotörtchen, einer wunderbaren Mascarpone-Creme und beschwipsten Chili-Kirschen. Das Rezept habe ich schon hier verbloggt, wer Lust hat, hier entlang!

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Nach einer kleinen Runde mit vielen Informationen zu den Multi-Dampfgarern von AEG (wenn mein Herd nicht mehr mag, werde ich ernsthaft darüber nachdenken, die uns gezeigten Backergebnisse waren top) folgte eine kleine Runde sozusagen Backstage, wo es einen kleinen Aperitif gab und wir uns schon mal warml(m)achen konnten!

Dann ging es an die Kochinseln, allesamt Induktionskochfelder mit automatischer Topferkennung – wenn man erst mal begriffen hat, dass man die Töpfe nicht herumschieben muss, ist es eine absolut geniale Sache! Vielleicht freue ich mich jetzt schon ein bisschen auf den Tag, an dem mein Herd nicht mehr arbeitet….

Hier warteten jedenfalls schon unsere bestellten Zutaten auf uns – die Kirschen leider ein wenig angetaut, was uns doch wegen dem Eis ein wenig Sorgen machte… das sollte jedoch nicht das größte Problem werden, wie sich noch rausstellte!

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Los ging’s mit dem Brownie-Teig!

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… Sibel versorgte unsere Fans fleißig mit Bildern…….

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..saunett ist er, der Stefan…uns lustig und seeehr relaxed!

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… und ab in den Ofen mit den kleinen Süßen…

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Hier das erste Dilemma: statt Kokosblütenzucker gab es Palmzucker. Stefan meinte, kein Problem, wir schmelzen ihn im Ofen. Leider kam dann unser lieber Roland vom KochblogRadio, um Stefan wie geplant zu interviewen. Was wie immer länger dauerte als angedacht…. und so schmolz nicht nur der Palmzucker, sondern auch die komplette Verpackung….ich glaube das Blech musste man entsorgen…

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…irgendwann war alles egal und wir hatten nur noch Spaß…

Unsere geplante Mascarpone-Quark-Sahne-Creme, die ich zuhause blind und mit der linken Hand auch wenn man mich nachts weckt in Minuten machen kann scheiterte an den Temperaturen, unter den Strahlern wurde es wohl zu warm…nicht mal Stefan, der noch optimistisch für eine Rettung durch einen langen Kühlschrank-Aufenthalt plädiert hat, wollte sie den Gästen später antun…

So schrumpfte unser Nachtisch um eine wichtige Komponente, leider leider.

Was nun half, war – wie in vielen Fällen – Alkohol. Jede Menge Alkohol. Wir servierten das Kirchsorbet mit Hilfe von Stefan mit extra viel Kirschwasser, dazu das Törtchen und das durch Liv dann großzügig mit Chilli aufgepeppte Kirsch-Kompott. Und es wurde dann doch ein halbwegs würdiger Abschluss des gemeinsamen Dinners, bei dem für mich die Interpretation des klassischen Krabbencocktails, von Amelie, Sia und Claudia in wunderbare kleine frittierte Krabbenbällchen verwandelt, eindeutig der Sieger des Abends war!

Die mit 3 verschiedenen Panaden zubereitete Forelle Müllerin von PetraAnnette und Simone war genauso köstlich wie das Jägerschnitzel von Zorra, Alexander und Yvonne. Ich habe euch alle Namen mit den Blogs verlinkt, es lohnt sich absolut dort vorbeizuschauen!

Ich habe seit diesem Abend größten Respekt vor all denjenigen, die live kochen, ob im TV oder auf der Bühne, denn wir haben gesehen, wie  die einfachsten Dinge daneben gehen können…und für die Küchenschlacht werde ich mir (sollte es je dazu kommen) meine Rezepte ganz genau aussuchen…

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… von den Krabbenbällchen hätte ich gerne mehr gehabt – leider waren sie abgezählt…

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Die bunte Runde beim Verkosten der perfektionierten Klassiker…

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Nachdem wir mit unseren Bemühungen durch waren, kam eine sehr kurzweilige

Einführung in die Kochwelt von

Stefan Marquard

Er bereitete uns unter anderem eine schnelle Variante des Rahmgeschnetzelten zu, nach folgenden Regeln:

  1. Würze VORHER! Und zwar mit einer Mischung von 4 Teilen Salz und 1 Teil Zucker. Der Zucker bringt die Aromen zur Geltung und überhaupt – würzt du nicht vorher, hat die Würze keine Chance zu wirken. Punkt. Also wurde alles, was Stefan später in Topf oder Pfanne gab, mit diesem Mix „aktiviert“, sprich ins Gemüse (in diesem Fall in die Egerlinge) einmassiert, und kurz mariniert. So wie es ist kommt es MIT Deckel kurz auf den heißen Herd. Kein Blanchieren, sondern eine Art Schnell-Dünsten im eigenen Saft. Schmeckt wunderbar frisch, geht schnell und alle Aromen bleiben im Topf.
  2. Brate dein Fleisch so kurz wie möglich. Rein in die Pfanne, raus aus der Pfanne, ohne das obligatorische Herumschwenken und chronische Pfannenrütteln. Das Fleisch wird einmal gedreht, kommt in einen Topf, Deckel drauf, so kann es nachziehen und bleibt saftig.
  3. Röstaromen kamen bei diesem Gericht rein aus den Zwiebeln, diese wurden angebraten und zwar diesmal mit ordentlich Schmackes.
  4. Nun würde man vermutlich alle Zutaten mit Wein und oder Sahne ablöschen und einreduzieren. Stefan kleckst einfach Créme Fraîche drauf, rührt einmal um, fertig.

Binnen weniger Minuten hatten wir eine Portion Rahmgeschnetzteltes, das wunderbar saftig, aromatisch und lecker war – da soll nochmal jemand behaupten, er hätte keine Zeit zum Kochen…

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…perfekt ist es nur, wenn das Kopftuch zum Gemüse passt….hier seht ihr Stefan beim „Aktivieren“ von Zuckerschoten!

Und dann wurde es so richtig abgefahren, es wurde nämlich

TÄTOVIERT!

Nicht wir (obwohl ich ja bald dran bin…), das Fleisch!

Mit Sepia-Tinte kann man seinem Steak sozusagen ein Gesicht geben, wenn man es möchte. Von einfachen Herzchen bis zum Antlitz der Schwiegermutter oder einem „Will you marry me?“  ist es hier rein die Geschicklichkeit, die dem Ergebnis Grenzen setzt. Bei Thunfisch soll es besonders gut gelingen!

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…auch die Tätoviermaschine hat so ihre Tücken und will nicht beim ersten Versuch mitmachen….

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… zum Glück haben wir uns nur am Fleisch versucht…..

Tagsüber sendeten wir mit dem Kochblogradio live von der Messe!

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Lieber Tim (das ist mein Kollege vom KochblogRadio, hier links im Bild): Was so ein kleiner Buchstabe doch ausmacht…. super, dass ich IM Sommergarten war und nicht AM Sommergarten! Wer ihn nicht kennt, der Sommergarten liegt draußen auf dem Messegelände. Es gibt dort Konzerte und Sendungen, so auch an diesem Samstag. Super, dass ich also um herein zu kommen 40 Minuten angestanden habe, ich mich dann nach einer Komplett-Zerlegung meiner koffergroßen Handtasche und dem hochundheiligen Versprechen, niemanden mit meinem Deo zu bedrohen, irgendwann dann auch drin befand. Ganz zu schweigen davon, dass ich kein gültiges Ticket hatte und nur durch mehrmaliges eindringliches Wiederholen der Schlagworte „Radio“, „Live-Sendung“ und „JETZT!!!“ von der einheimischen Security überhaupt reingelassen wurde. Auf eigene Verantwortung, versteht sich. Endlich drin, sah ich auch sofort, hier ist weit und breit KEIN KochblogRadio Stand. Immerhin habe ich ein Bändchen für meine Erinnerungs-Kiste! Danke, dass ich beim Rausgehen genau an den gleichen Security Typen vorbeimusste, die sich heute noch beim Erzählen über diese Irre von der IFA auf die Schenkel klopfen….Super, dass ich anschließend auf der Suche nach euch Teile des Geländes erkundet habe, wohin sich mit absoluter Sicherheit keiner der vielen IFA-Besucher je verirrt hat. Und danke an meinen dann doch erwachten Orientierungssinn, der mich irgendwann doch in die richtige Richtung lotste.

Nein Spaß, ich habe mit größter Wahrscheinlichkeit nicht genau zugehört….war ja auch alles viel zu aufregend 🙂

Wir hatten dann doch noch einen tollen Nachmittag mit vielen Gästen (im Bild Tobi der Kuchenbäcker), tollen Snacks und wie immer jeder Menge Spaß!

Und nächstes Jahr weiß ich dann ja, wo ich lang muss….

ERNSTHAFT

danke an dieser Stelle ganz herzlich dem ganzen AEG Team, vor allem Erika und natürlich Stefanie von FischerAppelt für die Einladung, es war wie immer ein großes Vergnügen!

Und ich wollte gar nicht weg aus Berlin…..

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Und wisst ihr was? Am Freitag geht es schon wieder nach Berlin!!!

Bis bald,

Eure Petra ♥

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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