Bayerische Weiberwirtschaften {Buchtip}

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Bayerische Weiberwirtschaften

Bayerische Weiberwirtschaften: Refugien für Leib und Seele – 33 Wirtinnen und ihre Lieblingsrezepte

Hädecke Verlag – gebunden – 22 € – ISBN 978-3775007504

 

Begegnungen

Manchmal triffst du jemanden und magst ihn sofort und es ist, als kennst ihn schon ewig. Manchmal triffst allerdings auch jemanden und weißt sofort, er ist ein Depp und wird es auch bleiben, da hilft nix auch nicht noch zehn Treffen, da weißt du, du musst schauen dass du wegkommst.

Aber zum Glück passiert die zweite Variante sehr selten und mir scheint es, als bringt mir das Leben gerade eine Menge Menschen von der ersten Sorte. Oder ich gehe den anderen einfach rechtzeitig aus dem Weg 🙂

Hannelore Fisgus

Viele dieser netten Zeitgenossen bringt mein Bloggerleben mit sich, so auch Hannelore: die Bahn lädt die Presse zur Verkostung unserer Gerichte nach München ein, Hannelore als Münchnerin und beruflich im BR zuhause geht hin, ruft mich ein paar Tage später an und es ergibt sich ein Gespräch, das so selbstverständlich ist, als wohnt sie neben an. Sie bereitet mein erstes Radiointerview vor und bald sitzen wir bei einem ihrer Nürnberg-Aufenthalte beim Essen zusammen – wo sonst?

Neben ganz viel aus dem Leben, der Kulinarik und Klatsch und Tratsch kommen wir irgendwann zu meinen Büchern und da sagt sie, du ich hab auch ein Buch gemacht: Weiberwirtschaften in Bayern. Ein kulinarischer Wegweiser quer durch Bayern dorthin, wo Frau das Sagen hat. Oder gleich mehrere!

Bayerische Weiberwirtschaften

Natürlich habe ich das Buch am nächsten Tag sofort bestellt und ich kann es euch nur ans Herz legen! Wunderbar ausführlich beschrieben, toll fotografiert – egal ob für euch selbst oder zum Verschenken, wer gerne isst und gerne ein bisschen herumfährt in Sachen Genuss, der kann sich hier großartige Anregungen holen! Und nicht nur das: es gibt von jeder Wirtin auch ein Rezept im Buch, das gefällt mir besonders gut.

Und da es keine Buchvorstellung bei mir gibt, ohne ein kleines Interview, habe ich Hannelore ein paar Fragen gestellt:

Stell dich meinen Lesern kurz vor!

Hallo, ich bin passionierte Hobbyköchin und, naja, auch Feinschmeckerin. Mein Glück war, dass ich Hobby und Beruf immer miteinander verbinden konnte. Nach dem Touristik-Studium in München habe ich als freie Mitarbeiterin beim BR angefangen. Damals war Bayern 3 noch ein Tourismus- und Verkehrssender. Als Journalistin habe ich dann immer wieder viele Sendungen über Essen und Trinken und natürlich auch gute Gasthäuser gemacht – von 3-Minuten-Reportagen bis zu Stundenfeaturen. Kunst, Kultur, Mode und Lifestyle sind weitere Themen, die mich schon immer interessiert haben. Für mich gibt es nichts Schöneres, als zu recherchieren, Neues zu entdecken und darüber zu berichten. Eine Zeitlang durfte ich auch die BR-Serie „Topfgucker“ betreuen und habe mit unseren Bayern 1 Hörerinnen und Hörern die besten Köche Bayerns  kennen gelernt. Seit ca. 2 Jahren habe ich übrigens, mit einer lieben Kollegin zusammen einen Blog „Meine-Damen.de“. Warum soll ‚frau‘ das Feld nur den Jungen überlassen, wir – sagen wir mal die gereiftere Generation – hat auch noch was zu sagen.

Einfach mal reinschauen – dort steht auch ein Artikel über die Weiberwirtschaften:))

Wie kam es zu dem Buch?

Also der Name stammt tatsächlich von einer Wirtschaft, die sich „d’Weiberwirtschaft“ nennt und die natürlich auch im Buch vorkommt. Die Idee zu den Weiberwirtschaften hatte eine gute Bekannte von mir, Ria Lottermoser, die das Lokal entdeckt hat und sie hat mich ganz einfach gefragt, ob ich Lust auf dieses Thema hätte. Und die hatte ich natürlich.

Warum ausgerechnet „Weiber“?

Weil es in der Gastronomie viele, viele Frauen gibt, auch Frauen am Herd, die eigentlich nie gewürdigt werden. Nicht umsonst sagt man ja die Wirtin sei die Seele des Gasthauses. Und Gasthäuser und Restaurants von Frauen haben oft etwas Besonderes, einen eigenen Stil. Ich finde, dass man die weibliche Hand einfach sieht: die Gaststuben sind heimeliger und die Dekorationen liebevoller (das trifft natürlich auch auf Gasthäuser von Wirte-Ehepaaren zu), das Essen vielleicht weniger deftig…  wir wollten einfach auch mal die Vielfalt von Frauen geführten Betrieben zeigen.

Wie kam es zur Auswahl der Lokale?

Wir haben recherchiert, Empfehlungen bekommen, ausprobiert… und wir wollten eine möglichst große Bandbreite und natürlich in jeder Region Bayerns ein paar Wirtinnen vorstellen.  Da sind gediegenen Wirtshäuser dabei, Restaurants mit gehobener Küche, Hobbyköchinnen, die ihre Passion zum Beruf gemacht haben…. und, und, und. Und mir war auch wichtig, dass die Qualität des Essens stimmt. Es muss nicht immer Sterneküche sein, aber man will ja schließlich nicht enttäuscht werden.  Das Gute an dem Buch ist aber auch, dass es nicht nur ein Restaurantführer, sondern auch ein Lese- und Kochbuch ist. Denn es ist von jeder Wirtin ein Rezept drin – also man kann einfach daheim schon mal genüsslich schmökern und ausprobieren.

Welche Wirtin hat dich am meisten beeindruckt?

Viele. Da ist zum Beispiel Elly Reißer-Kluge, die hatte mal einen Stern, der war ihr dann wurscht, aber sie kocht bis heute sternemäßig und steht ganz allein in der Küche, in Bad Tölz. Oder Sigrid Kamm, die auch mal in der Sternegastronomie unterwegs war, dann aber den elterlichen Betrieb Knall auf Fall übernehmen musste und heute ein wunderschönes Gasthaus im Bayerischen Wald betreibt. Da ist zum Beispiel die ganz junge Mutter Michaela Rohmann, die ein altes Wirtshaus in Passau schmeißt oder Bettina Hofmann im Steigerwald, die harte Schicksalsschläge erleben musste und trotzdem ein Gasthaus mit hervorragender Küche führt. Nicht in allen, aber in vielen Betrieben stehen die Frauen selbst am Herd und das gefällt mir am Besten.

Wo MUSS der Leser unbedingt hin?

Da kann ich wirklich keine Empfehlung abgeben, denn ein MUSS gibt es einfach nicht. Höchsten müsste ich sagen, zu ALLEN 33 Wirtinnen,  aber die sind über ganz Bayern zerstreut. Also einfach mal schauen, was ist in meiner Nähe oder wo habe ich Lust mal hinzufahren – das Buch einpacken, mitnehmen, die Wirtinnen signieren es auch gerne – und auf kulinarische Entdeckungsreise gehen.

Liebe Grüße aus dem Süden und bis bald!

Hannelore

Ich verabschiede mich für heute, bald gibt es wieder einen Buchtipp, dann geht es um den neuen 28-Tage-Low-Carb-Plan! Bis bald, eure Petra ♥

Und hier geht es zu den Weiberwirtschaften – einfach das jeweilige Bild anklicken!*


Übrigens: Wenn Ihr meine Rezepte oder Empfehlungen ausdrucken möchtet, ganz unten unter jedem Post ist ein kleiner Druck-Button. Hier könnt Ihr auch auswählen, ob die Bilder mitgedruckt werden sollen, oder nicht!

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