Alexander Herrmanns Palazzo Nürnberg 2016

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Alexander Herrmanns Palazzo Nürnberg 2016

Ein neues Jahr, eine neue Show und ein weiterer Abend im Palazzo!

Und mein zweiter Bericht, denn nach vielen Jahren des „privaten“ Vergnügens habe ich letztes Jahr zum ersten Mal für euch berichtet:

„Vorneweg:

ICH LIEBE DAS PALAZZO!

Ich war schon bei Alfons Schuhbeck, als das Palazzo Nürnberg noch auf der Insel Schütt aufgebaut war, ich war bis auf vorletztes Jahr, wo ich mit einer Supergrippe im Bett lag und diesen Abend leider absagen musste, jedes Jahr im Palazzo. Die wunderbare Atmosphäre, diese kleine Auszeit vom Alltag, in die man eintaucht sobald man durch die Tür geht, die tolle Show, die einen jedes Jahr aufs Neue überrascht und natürlich das großartige Menü von Alexander Herrmann – das Konzept bringt alle Zutaten für einen perfekten Abend mit!“

Mehr zum Palazzo 2015 HIER!

Dieses Jahr also ein weiterer Abend als Bloggerin – und da letztes Jahr so schön war, begleitete mich Sibel von Insane in the kitchen auch heuer.

Das verflixte 7. Jahr

Nun also ist das Palazzo im siebten Jahr in Nürnberg. Das verflixte 7. Jahr? Oder ein weiterer Erfolg? Nach so vielen Aufführungen und Menüs fragt man sich jedes Jahr: was wird man sich Neues einfallen lassen, wie wird das Essen sein, wie das Programm? Viele Gäste kommen inzwischen regelmäßig, das Palazzo Nürnberg ist extrem erfolgreich und auch an „unserem“ Abend, obwohl unter der Woche, ist man komplett ausgebucht! Da müssen sich schon Gedanken gemacht werden, um die vielen Tausend Besucher nicht zu enttäuschen…

Eine Welt für sich

Für mich persönlich beginnt  entspannte Abend schon vor dem Zelt, denn man kann super parken. Ein GROSSES Plus, wenn man vom „Land“ kommt wie ich! Kommt man rechtzeitig, hat man nicht nur das Auto fast vor der Tür stehen, sondern auch noch genügend Zeit, einen Aperitif zu genießen und die tolle Atmosphäre wirken zu lassen, die die Bar bietet.

Ich bin ein Mensch, der sehr gerne eine besondere Stimmung hat, ich wertschätze jede tolle Dekoration, mag es sehr üppig und prunkvoll und lasse mich sehr gerne verzaubern und vom Alltag entführen. Egal ob wundervolle Hotels, tolle Bars, großartig dekorierte Restaurants: ich finde, die Stimmung, die man schafft, überträgt sich auf den Gast, stimmt ihn positiv ein und bildet eine wunderbare Basis für alles was da noch kommen mag. Und das Palazzo erfüllt alles:

Rot und Kristall bilden eine Welt, die den Alltag vergessen lässt, weiche Teppiche, leuchtende Kronleuchter, Kerzen, Spiegel – wie eine Theaterkulisse, als wäre man selbst Teil der Inszenierung, kaum ist man angekommen! Egal ob man einen der leckeren alkoholfreien Cocktails schlürft, oder sich ein Glas Champagner gönnt wie wir – der Speiegelpalast schafft es jedes Jahr, eine festliche und besondere Stimmung zu zaubern, die einmalig ist.

Und dann kommt der besondere Moment, wo man ins große Zelt schreitet. Ja man schreitet, in diesem Umfeld läuft man nicht einfach so!!!! Hunderte Kerzen brennen, alles sieht wie im Märchen aus, ich liebe diesen Anblick sehr!

Was die Plätze betrifft saß ich schon überall, gleich an der Manege und letztes Jahr sogar in der wunderbaren großen Loge gleich am Eingang und kann mich nur wiederholen: An alle, die einen ganz besonderen Abend verbringen wollen: bucht eine der beiden Logen rechts oder links neben dem Eingang! Ihr sitzt erhöht mit bestem Blick auf die Bühne und genießt den Abend in einer schon fast intimen Atmosphäre.

Wobei ich auch die Tische direkt an der Manege mitten im Geschehen sehr gerne mag, es ist einfach ein tolles Erlebnis, wenn einem die Artisten quasi über dem Kopf schweben!

Dieses Jahr saßen wir in einer der Logen außen, denn unsere Zeitplanung lies nur „last minute“ Plätze zu – ja, die Plötze rund um die Manege sind SEHR begehrt! Und selbst hier ist die Stimmung wunderbar – und an all diejenigen, die auf keinen Fall bei der Show mitmachen wollen, Sie sind hier bestens aufgehoben! Wobei man sagen muss, noch vor einigen Jahren wurde das Publikum sehr stark mit eingebunden, was ich lustig fand und was auch in meinen Augen sehr gut ankam – diesmal braucht man kaum etwas zu befürchten, vielleicht ist der Franke an sich hier eher nicht gerne dabei, auf jeden Fall übernimmt das Ensemble 99,9% der Unterhaltung selbst 🙂

 

Motto 2016

lautet „Delikatessen“

Nun gab es schon sehr Artistisches, Mystisches und auch sehr Schrilles und Buntes in den letzten Jahren – Sibel und ich waren uns einig, dieses Jahr mutet die Show an wie ein Musical. Es wird viel gemeinsam gesungen und getanzt, was den Abend sehr sorglos und beschwingt macht. Keine schlechte Idee wir fanden, den wir LIEBEN Musicals!

Die Story ist sehr schlicht, zwei Restaurant-Tester, dazu ein verliebter Koch, seine Angebetete, die als Bedienung arbeitet. Mutikulti, egal ob die Darsteller oder die Artisten.Passt in den Rahmen, überfordert niemanden und schafft viel Raum für Musical!

Hier der offizielle Text:

„Genießen Sie einen rund dreieinhalbstündigen Abend und eine temporeiche Show, bei der Sie – passend zum Gaumenschmaus aus der Küche – in die Welt der Feinschmecker entführt werden.

Zwei Restauranttester, die nicht unterschiedlicher sein könnten, treffen im PALAZZO auf multikulturelles Personal: Köche, die – von ihrem Temperament getrieben – immer wieder auf die Bühne streben, anstatt am Herd zu verweilen oder liebenswürdige Bardamen, die die Gäste mit hochprozentigen Digestifs verwöhnen möchten. Zu ihnen gesellen sich großartige Künstler und brillante Artisten, die gerne auch mal auf den Tischen tanzen. Jeder hat dabei seine ganz eigene Meinung zu gutem Essen. Kommt es am Ende zu einer kulinarischen Verständigung der Kulturen?“

Durch den Abend führen die Sängerinnen und Sänger Janko Danailow, Marta Debreczeni, Hannah Magnea Hauksdóttir, Katharina Martin und Marco Maurer. Comedy von Nils Hellmuth und Steffen Lemke, Jonglage von „Strahlemann & Söhne“, Zauberei von Ully Loup.

Dazu wie immer atemberaubende Artistik auf engem Raum, mit dem ukrainischen Trio „Essence“, dem „Duo Gangsters“, ebenfalls aus der Ukraine, Nadine Louis aus Kanada, und „The Owl & the Pussycat“a us Australien am Trapez, sowie Andrei & Aliaksandr aus Weißrussland am Reck.

Staunen, Atem anhalten, lachen und natürlich genießen – das Konzept Alexander Herrmanns Palazzo geht auch im 7. Jahr verflixt gut auf, nicht zuletzt wegen der tollen musikalischen Performance der „Lucky Charms“ aus Nürnberg.

 

Menü 2016

Nach den obligatorischen Nürnbergern im Gläschen und Aufstrichen zum Brot geht es los mit dem Menü:

1. Gang – die Vorspeise:

Gebeiztes Schweinefilet mit Sellerie, Walnuss und Apfel, dazu Schinken-Carpaccio, Essig-Radieschen und knusprige Schwarte.

Das Schweinefilet butterzart, der Schinken lecker, die Schwarte köstlich. Ein gelungener Auftakt!

2. Gang – die Suppe:

Weißwein-Gewürz-Schaumsuppe mit Kabeljau, Meerrettich-Spinat und Schmor-Zitronen-Creme.

Schon letztes Jahr war ich begeistert von der Suppe – und auch heuer war sie grandios, mein Lieblingsgang! UND da ich der „Austeiler“ am Tisch war (die Teller kommen mit der Einlage, die Suppe in einer großen heißen Terrine), kann ich nur sagen, alle liebten sie! So aromatisch, einfach köstlich!!!! Der Kabeljau wunderbar dazu, alle Komponenten ergaben ein perfektes Ganzes, ganz großartig!

3. Gang – die Hauptspeise:

Rosa gebratenes Rinderfilet mit Nussbutter-Karotte und gezupfter Rotweinschmorbraten mit Rosmarin-Kartoffelstampf.

Das Filet perfekt gebraten, zart und rosa und noch heiß, auch nicht ganz unwichtig bei der Menge Teller, die gleichzeitig serviert werden müssen. Für Fans des Geschmorten dann noch ein Rotweinbraten im Glas, dazu die Möhrchen, mit dem besten, was man aus Butter machen kann: wunderbar nussiger brauner Butter! Ein wunderbarer Hauptgang, für jeden Geschmack.

4. Gang – das Dessert:

Vanille-Mousse mit Williamsbirnen und Schokoladeneis „Helene“.

Letztes Jahr begeisterte mich Alexander mit einem Dessert, von dem ich noch gerne 2 Portionen mehr gegessen hätte…es gab eine warme Kirschtarte in heißer Vanille-Milch und einem Pralineneis. Das war so köstlich, es bleibt für immer in meinem Kopf.

Dieses Jahr serviert man eine Interpretation der „Birne Helene“, es gibt ein wunderbares Eis, eine köstliche Hippe und eine Vanille-Mousse. Wunderbar und am Tisch von alles blitzschnell verputzt – auch von mir, obwohl Helene den Nachtisch vom letzten Jahr nicht vom Sockel schubsen kann.

Alles in allem ein großartiges Menü, das Küchenteam verdient großen Respekt, denn was man da in dieser Menge an die Tische bringt, ist hervorragend!

Das Menü gibt es natürlich auch in der vegetarischen Variante!

Applaus Applaus!

Und wieder sitzt man da, klatscht ein letztes Mal dem sympathischen Ensemble zu, trinkt seinen Wein aus und denkt sich, was – schon so spät?  Die Zeit verfliegt im Palazzo, jedes Jahr auf’s Neue! Und so bleibt auch dieses Jahr nur zu sagen:

Danke an alle, die uns einen besonderen Kurzurlaub beschert haben, an die Künstler, Köche, das Service-Team und natürlich an unseren Gastgeber Alexander Herrmann! Ich freue mich auf 2017!

*Vielen Dank der Palazzo-Agentur für die Einladung, meine Meinung ist natürlich wie immer meine eigene 🙂

Für weitere Informationen und auch mehr Fotos klickt HIER!

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